EURO-cAIre: Intelligentere medizinische Notfallversorgung in der Maas-Rhein-Region

Status Laufzeit Gesamtvolumen Fördervolumen Fördergeber
laufend April 2026 - März 29 ca. 5,34 Millionen ca. 4,07 Millionen Europäischen Union und dem Interreg Maas-Rhein (NL-BE-DE); Kofinanzierung durch das Land Nordrhein-Westfalen (DE) und das Wirtschaftsministerium (NL)

Das Projekt zielt darauf ab, einen intelligenten Software-Prototyp zu entwickeln und zu testen, der den Einsatz von Ressourcen der Rettungsdienste (z. B. RTWs) im Grenzgebiet der Maas-Rhein-Region verbessert. Unter Einsatz moderner Technologien wird das Projekt untersuchen, wie Rettungsdienste derzeit arbeiten und wie dies verbessert werden kann, beispielsweise durch schnellere Reaktionszeiten, bessere Ankunftszeiten und eine größere Abdeckung des Gebiets. Diese Faktoren werden sowohl vor als auch nach dem Test gemessen.

Die Software wird den Leitstellen helfen, Ressourcen effizienter zu teilen und einzusetzen sowie die Zusammenarbeit zwischen den Ländern zu stärken. Zudem werden praktische Empfehlungen für die Zukunft gemacht.

Ein zentrales Ziel ist es, die Koordination zu verbessern und Kommunikationsprobleme zwischen Rettungsdiensten verschiedener Länder zu lösen. Dazu wird ein Transkriptionstool, das Live-Übersetzungen ermöglicht, genutzt. Wir bewerten die Auswirkungen, indem wir die Erfahrungen von Rettungskräften, die zuvor mit Kommunikationsproblemen konfrontiert waren, mit ihren Erfahrungen nach der Nutzung des Tools vergleichen.

Leitstellen beteiligen sich an der Entwicklung und Erprobung der Software und arbeiten mit kleinen und mittleren Unternehmen zusammen. Digitale Innovationen und gezielte Schulungen ermöglichen es ihnen, ihre Arbeit effektiver zu erledigen. Verbesserungen bei der Abdeckung und den Reaktionszeiten werden durch eine Simulation als Proof of Concept demonstriert.

Projektwebseite: https://www.interregmeuserhine.eu/de/projekte/euro-caire/

MR-EmergencyAId - Mixed Reality-Assistenzsystem für betriebliche Erste Hilfe

Status Laufzeit Gesamtvolumen Fördervolumen Fördergeber
laufend Januar 2025 - Dezember 27 1,45 Millionen ca. 1 Millionen Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)

Motivation
Die Qualität der Ersthilfe entscheidet nicht nur über Heilungschancen, bleibende Schäden und Berufsunfähigkeit – unter Umständen entscheidet sie sogar über das Überleben. Die hohe Belastung, unter der Ersthelfende stehen, erschwert oftmals das korrekte Handeln. Lagebeurteilung und Anleitungen kommunizieren sie zudem zumeist nur per Sprache mit der Rettungsleitstelle.

Ziele und Vorgehen
Das Team des Projekts MR-EmergencyAId entwickelt ein intelligentes Mixed-Reality (MR)-Assistenzsystem für die betriebliche Erste Hilfe. Es kombiniert nachhaltige Schulungen und Echtzeit-Assistenz: So können Mitarbeitende mithilfe eines MR-Headsets einerseits lebensrettende Maßnahmen wie Reanimation oder Reaktionen bei Gefahrstoff-Unfällen üben. Dabei unterstützen visuelle Hinweise und haptisches Feedback. Stressauslösende Szenarien bereiten gezielt auf Ernstfälle vor. Andererseits können Ersthelfende und Disponenten in den Rettungsleitstellen über das Headset in Echtzeit per Notruf verbunden werden. So können die Disponenten die Lage live sehen und den Helfenden visuell durch die Erste Hilfe leiten. Eine KI hilft zudem bei der Lageeinschätzung. Alternativ ermöglicht eine MR-Smartphone-App Zugang zur Assistenz.

Innovationen und Perspektiven
Das MR-EmergencyAId-System verbessert nachhaltig die betriebliche Notfallversorgung und fördert in kritischen Situationen Handlungssicherheit und Präzision. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit für positive Ausgänge nach Notfällen. Die Technologie kann auf weitere Arbeits- und private Bereiche ausgeweitet werden.

Projektpartner

Verbundkoordinator

Stoll von Gáti GmbH, Crailsheim

https://www.stollvongati.com/

KENBUN IT AG, Karlsruhe

https://www.kenbun.de/

Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA), Stuttgart

https://www.ipa.fraunhofer.de/

ISE Informatikgesellschaft für Software-Entwicklung mbH, Aachen

https://www.ise-online.com/

SPELL - Semantische Plattform zur intelligenten Entscheidungs- und Einsatzunterstützung in Leitstellen und beim Lagemanagement

Status Laufzeit Gesamtvolumen Fördervolumen Fördergeber
abgeschlossen Juni 2021 - September 2024 ca. 20 Millionen ca. 13 Millionen Bundesministerium für Wirtschaft und  Klimaschutz BMWK (früher BMWi)

SPELL ist die Semantische Plattform zur intelligenten Entscheidungs- und Einsatzunterstützung in Leitstellen und Lagezentren. Ziel ist es, in Krisensituationen (beispielsweise Großschadensereignissen, Pandemien, Naturkatastrophen oder flächendeckenden Stromausfällen) Maßnahmen zur Gefahrenabwehr, Nothilfe und Versorgung für die Bevölkerung schneller und situationsgerecht einzuleiten. Dies soll mit Hilfe von künstlicher Intelligenz erreicht werden.

Es ist notwendig, dass wir in Krisensituationen unsere Ressourcen richtig verteilen und auf Basis der vorhandenen Informationen die richtigen Entscheidungen treffen. Eine Voraussetzung dafür ist eine umfassende Übersicht aller relevanten Informationen als Gesamtlagebild und die Vernetzung aller Beteiligten. Das zeigt uns auch gerade die vorherrschende Pandemie. Eine fundierte und gute Entscheidung braucht viele Daten für ein umfassendes Lagebild – eine Krise verlangt hingegen nach schnellen Entscheidungen. In diesem Spannungsfeld zwischen guten und schnellen Entscheidungen kann Künstliche Intelligenz einen wesentlichen Beitrag leisten, indem durch die KI eine umfangreiche Datenlage berücksichtigt und für die Entscheidungsfindung kompakt aufbereitet dargestellt werden kann.

https://spell-plattform.de/

Projektpartner